Punnett-Quadrat Rechner
Sagen Sie die Genotypen und Phänotypen von Nachkommen aus genetischen Kreuzungen voraus. Berechnen Sie Wahrscheinlichkeiten für monohybride und dihybride Kreuzungen mit Punnett-Quadraten.
Merkmalsinformationen
Merkmalsinformationen
Merkmal 1
Merkmal 2
Punnett-Quadrat
Genotyp-Verhältnisse
Phänotyp-Verhältnisse
Nachkommen-Wahrscheinlichkeiten
Interpretation
Punnett-Quadrate verstehen
Ein Punnett-Quadrat ist ein Diagramm zur Vorhersage der Genotypen und Phänotypen von Nachkommen aus einer genetischen Kreuzung. Benannt nach dem britischen Genetiker Reginald Punnett, der den Ansatz 1905 entwickelte, ist es ein grundlegendes Werkzeug in der klassischen Genetik zur Visualisierung mendelscher Vererbungsmuster.
Wichtige Genetik-Begriffe
Genotyp
Die genetische Ausstattung eines Organismus - die tatsächlichen Allele, die er besitzt. Geschrieben als Buchstabenkombinationen (z.B. Pp, RRYy). Der Genotyp bestimmt, welche Merkmale potenziell ausgedrückt werden können.
Phänotyp
Die beobachtbaren Eigenschaften oder Merkmale eines Organismus (z.B. lila Blüten, braune Augen). Der Phänotyp ergibt sich aus der Expression des Genotyps in Kombination mit Umweltfaktoren.
Allele
Verschiedene Versionen desselben Gens. Dargestellt durch Buchstaben - Großbuchstaben für dominante Allele (z.B. P) und Kleinbuchstaben für rezessive Allele (z.B. p). Jeder Elternteil trägt ein Allel für jedes Gen bei.
Dominant vs. Rezessiv
Dominante Allele (Großbuchstaben) werden ausgedrückt, auch wenn nur eine Kopie vorhanden ist. Rezessive Allele (Kleinbuchstaben) werden nur ausgedrückt, wenn zwei Kopien vorhanden sind (homozygot rezessiv). Zum Beispiel wird in Pp das dominante P ausgedrückt.
Homozygot vs. Heterozygot
Homozygot: Zwei identische Allele haben (PP oder pp). Heterozygot: Zwei verschiedene Allele haben (Pp). Homozygot dominant (PP) und heterozygot (Pp) zeigen denselben Phänotyp, aber unterschiedliche Genotypen.
Mendels Vererbungsgesetze
Gregor Mendels Experimente mit Erbsenpflanzen in den 1860er Jahren etablierten die grundlegenden Prinzipien der Vererbung:
Gesetz der Aufspaltung
Jeder Elternteil hat zwei Allele für jedes Gen, und diese Allele spalten sich während der Gametenbildung auf (trennen sich). Jede Gamete erhält nur ein Allel von jedem Elternteil. Wenn Gameten während der Befruchtung kombiniert werden, erhalten Nachkommen ein Allel von jedem Elternteil, wodurch das Paar wiederhergestellt wird.
Gesetz der unabhängigen Verteilung
Gene für verschiedene Merkmale werden unabhängig voneinander vererbt (vorausgesetzt, sie befinden sich auf verschiedenen Chromosomen). Dies bedeutet, dass die Vererbung eines Merkmals die Vererbung eines anderen nicht beeinflusst. Deshalb erzeugen dihybride Kreuzungen (zwei Merkmale) ein phänotypisches Verhältnis von 9:3:3:1, wenn beide Eltern heterozygot sind.
Gesetz der Dominanz
Wenn zwei verschiedene Allele vorhanden sind (heterozygot), wird ein Allel (dominant) ausgedrückt, während das andere (rezessiv) maskiert wird. Das rezessive Merkmal erscheint nur, wenn zwei rezessive Allele vorhanden sind (homozygot rezessiv).
Klassische Beispiele für Mendelsche Merkmale
Mendels Erbsenpflanzen
- • Samenform: Rund (R) dominant über runzelig (r)
- • Samenfarbe: Gelb (Y) dominant über grün (y)
- • Blütenfarbe: Lila (P) dominant über weiß (p)
- • Hülsenform: Aufgeblasen (I) dominant über eingeschnürt (i)
- • Pflanzenhöhe: Groß (T) dominant über klein (t)
Menschliche Merkmale
- • Witwenspitz: Vorhanden (W) dominant über fehlend (w)
- • Angewachsene Ohrläppchen: Frei (F) dominant über angewachsen (f)
- • Zungenrollen: Fähig (R) dominant über unfähig (r)
- • Grübchen: Vorhanden (D) dominant über fehlend (d)
- • Sommersprossen: Vorhanden (F) dominant über fehlend (f)
Hinweis: Viele menschliche Merkmale sind tatsächlich polygen (von mehreren Genen gesteuert) oder zeigen unvollständige Dominanz, wodurch echte Vererbungsmuster komplexer sind als einfache Mendelsche Genetik.
Interpretation der Punnett-Quadrat-Ergebnisse
Häufige Verhältnisse:
Monohybride Kreuzung (Pp × Pp)
- • Genotypisches Verhältnis: 1 PP : 2 Pp : 1 pp
- • Phänotypisches Verhältnis: 3 Dominant : 1 Rezessiv
- • Wahrscheinlichkeit: 75% zeigen dominantes Merkmal, 25% zeigen rezessives Merkmal
Dihybride Kreuzung (RrYy × RrYy)
- • Phänotypisches Verhältnis: 9:3:3:1
- • 9/16 zeigen beide dominante Merkmale
- • 3/16 zeigen erstes dominant, zweites rezessiv
- • 3/16 zeigen erstes rezessiv, zweites dominant
- • 1/16 zeigen beide rezessive Merkmale
Rückkreuzung (Pp × pp)
- • Wird verwendet, um festzustellen, ob ein Organismus mit dominantem Phänotyp homozygot oder heterozygot ist
- • Wenn alle Nachkommen dominantes Merkmal zeigen → Elternteil ist PP
- • Wenn 50% jedes Merkmal zeigen → Elternteil ist Pp
Einschränkungen von Punnett-Quadraten
Obwohl Punnett-Quadrate ausgezeichnete Bildungswerkzeuge sind, haben sie Einschränkungen:
- Sagen Wahrscheinlichkeiten voraus, keine Gewissheiten: Ein 3:1-Verhältnis bedeutet 75% Wahrscheinlichkeit, aber kleine Stichprobengrößen spiegeln dies möglicherweise nicht genau wider
- Nehmen einfache Dominanz an: Viele Merkmale zeigen unvollständige Dominanz, Kodominanz oder polygene Vererbung
- Berücksichtigen nicht gekoppelte Gene: Gene auf demselben Chromosom können zusammen vererbt werden, was die unabhängige Verteilung verletzt
- Ignorieren Umweltfaktoren: Die Genexpression kann durch die Umwelt beeinflusst werden (Epigenetik)
- Begrenzt auf einzelne oder wenige Gene: Die meisten Merkmale sind polygen (von vielen Genen gesteuert)
- Zeigen keine Mutationen: Neue Mutationen, die während der Gametenbildung auftreten, werden nicht dargestellt
- Nehmen gleiche Gameten-Lebensfähigkeit an: Einige Gametenkombinationen können letal oder weniger lebensfähig sein
Referenzen
Die genetischen Prinzipien und Informationen, die in diesem Rechner verwendet werden, basieren auf etablierten Genetik-Bildungsressourcen:
Bildungshaftungsausschluss: Dieser Punnett-Quadrat-Rechner ist für Bildungszwecke konzipiert, um die Prinzipien der Mendelschen Genetik zu demonstrieren. Die reale genetische Vererbung ist oft komplexer und umfasst mehrere Gene, unvollständige Dominanz, Kodominanz, Genkopplung, Epistase und Umweltfaktoren. Dieses Tool geht von einfacher Mendelscher Vererbung mit vollständiger Dominanz und unabhängiger Verteilung aus. Für tatsächliche genetische Beratung oder medizinische Genetikfragen konsultieren Sie qualifizierte Genetikfachleute.
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