Molaritäts-Rechner
Berechnen Sie Molarität, Mole und Volumen für Lösungskonzentrationsberechnungen
Molaritaet
Berechnungsschritte
Zusaetzliche Informationen
Anleitung zur Loesungsherstellung
Was ist Molaritaet?
Die Molaritaet (M) ist ein Mass fuer die Konzentration einer Loesung, definiert als die Anzahl der Mol des geloesten Stoffes pro Liter Loesung. Sie ist eine der am haeufigsten verwendeten Konzentrationseinheiten in der Chemie und wird in Mol pro Liter (mol/L oder M) angegeben.
Molaritaetsformel:
M = n / V
M = (Masse / MW) / V
- M = Molaritaet (mol/L oder M)
- n = Anzahl der Mol des geloesten Stoffes (mol)
- V = Volumen der Loesung (L)
- Masse = Masse des geloesten Stoffes (g)
- MW = Molare Masse (g/mol)
Verduennungsformel (M₁V₁ = M₂V₂)
Beim Verduennen einer Stammloesung bleibt die Anzahl der Mol konstant. Die Verduennungsgleichung setzt die Anfangs- und Endkonzentrationen sowie -volumina in Beziehung:
M₁V₁ = M₂V₂
- M₁ = Molaritaet der Stammloesung
- V₁ = Benoetigtes Volumen der Stammloesung
- M₂ = Molaritaet der verduennten Loesung
- V₂ = Endvolumen der verduennten Loesung
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1: Molaritaet aus Masse berechnen
Aufgabe: Wie gross ist die Molaritaet einer Loesung, die durch Loesen von 5,844 g NaCl (MW = 58,44 g/mol) in genug Wasser hergestellt wird, um 1000 mL Loesung zu ergeben?
Schritt 1: Mol berechnen
n = Masse / MW = 5,844 g / 58,44 g/mol = 0,100 mol
Schritt 2: Volumen in Liter umrechnen
V = 1000 mL × (1 L / 1000 mL) = 1,000 L
Schritt 3: Molaritaet berechnen
M = n / V = 0,100 mol / 1,000 L = 0,100 M
Antwort: 0,100 M NaCl
Beispiel 2: Benoetigte Masse berechnen
Aufgabe: Wie viele Gramm NaCl (MW = 58,44 g/mol) werden benoetigt, um 250 mL einer 0,5 M Loesung herzustellen?
Schritt 1: Volumen in Liter umrechnen
V = 250 mL × (1 L / 1000 mL) = 0,250 L
Schritt 2: Benoetigte Mol berechnen
n = M × V = 0,5 M × 0,250 L = 0,125 mol
Schritt 3: Masse berechnen
Masse = n × MW = 0,125 mol × 58,44 g/mol = 7,305 g
Antwort: 7,305 g NaCl
Beispiel 3: Verduennungsberechnung
Aufgabe: Wie viel einer 10 M Stammloesung wird benoetigt, um 100 mL einer 1 M Loesung herzustellen?
Schritt 1: Verduennungsformel verwenden
M₁V₁ = M₂V₂
Schritt 2: Nach V₁ aufloesen
V₁ = (M₂ × V₂) / M₁ = (1 M × 100 mL) / 10 M = 10 mL
Schritt 3: Verduennungsmittelvolumen berechnen
Verduennungsmittel = V₂ - V₁ = 100 mL - 10 mL = 90 mL
Antwort: 10 mL der 10 M Stammloesung zu 90 mL Wasser hinzufuegen
Gaengige Laborloesungen
| Loesung | Formel | MW (g/mol) | Typische Molaritaet | Verwendung |
|---|---|---|---|---|
| Natriumchlorid | NaCl | 58,44 | 0,9 M (physiologisch) | Puffer, Zellkultur |
| Salzsaeure | HCl | 36,46 | 1-6 M | pH-Einstellung, Aufschluss |
| Natriumhydroxid | NaOH | 40,00 | 1-10 M | pH-Einstellung, Titration |
| Tris-Puffer | Tris-HCl | 121,14 | 0,05-1 M | Biologische Puffer |
| EDTA | C₁₀H₁₆N₂O₈ | 292,24 | 0,5 M | Komplexbildner |
| Glucose | C₆H₁₂O₆ | 180,16 | 5,5 mM (Blut) | Zellkultur, Stoffwechsel |
Bewaehrte Praktiken fuer die Loesungsherstellung
Richtig
- • Verwenden Sie eine Analysenwaage fuer genaues Wiegen (±0,0001 g)
- • Verwenden Sie Messkolben fuer die Endvolumeneinstellung
- • Loesen Sie den Stoff vollstaendig auf, bevor Sie das Endvolumen einstellen
- • Beschriften Sie Loesungen mit Name, Konzentration, Datum und Hersteller
- • Verwenden Sie deionisiertes oder destilliertes Wasser zur Herstellung
- • Lagern Sie Loesungen korrekt (Temperatur, Lichtempfindlichkeit)
Falsch
- • Geben Sie kein Wasser zu konzentrierter Saeure (Saeure zum Wasser geben)
- • Verwenden Sie keine Messzylinder fuer das Endvolumen (Messkolben verwenden)
- • Lassen Sie keinen ungeloesten Stoff beim Auffuellen zurueck
- • Verwenden Sie keine abgelaufenen oder zersetzten Chemikalien
- • Pipettieren Sie niemals mit dem Mund (verwenden Sie immer Pipettierhilfen)
- • Stellen Sie nicht mehr Loesung her als noetig, wenn sie zerfaellt
Sicherheitshinweise:
- • Tragen Sie immer geeignete PSA (Laborkittel, Handschuhe, Schutzbrille)
- • Arbeiten Sie im Abzug beim Umgang mit fluechtigen oder giftigen Substanzen
- • Konsultieren Sie Sicherheitsdatenblaetter (SDB) fuer Gefahreninformationen
- • Geben Sie niemals Wasser zu konzentrierten Saeuren (exotherme Reaktion)
- • Entsorgen Sie Chemikalienabfaelle gemaess den Vorschriften
Referenzen
Molaritaetsberechnungen und Methoden zur Loesungsherstellung basieren auf grundlegenden chemischen Prinzipien:
Hinweis: Dieser Rechner geht von idealen Loesungen aus und beruecksichtigt keine Aktivitaetskoeffizienten, Temperatureffekte auf das Volumen oder nichtideales Verhalten. Fuer praezise analytische Arbeiten oder konzentrierte Loesungen konsultieren Sie Fachliteratur und beruecksichtigen Sie diese Faktoren. Ueberpruefen Sie molare Massen immer anhand zuverlaessiger Quellen wie NIST oder Chemikalienhersteller.
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