Dosierung nach Gewicht Rechner
Berechnen Sie die Medikamentendosierung basierend auf dem Körpergewicht für eine genaue und sichere Arzneimittelverabreichung. Unterstützt mg/kg-Dosierung für gängige Medikamente mit pädiatrischen und Erwachsenen-Richtlinien.
Einzeldosis
Tägliche Gesamtdosis
Verwendetes Gewicht
Dosierungsrate
Häufigkeit
Wichtig: Überprüfen Sie berechnete Dosen immer anhand der Verschreibungsinformationen, prüfen Sie die Höchstdosisgrenzen und berücksichtigen Sie patientenspezifische Faktoren (Alter, Nieren-/Leberfunktion, Wechselwirkungen) vor der Verabreichung eines Medikaments. Dieses Tool dient nur als Referenz.
Gewichtsbasierte Dosierung verstehen
Die gewichtsbasierte Dosierung (mg/kg) ist ein Grundpfeiler der Pharmakotherapie, insbesondere in der Kindermedizin. Da die Verteilung, der Stoffwechsel und die Ausscheidung von Medikamenten durch die Körpergröße beeinflusst werden, hilft die Anpassung der Dosis an das Gewicht des Patienten, die therapeutische Wirksamkeit sicherzustellen und gleichzeitig das Toxizitätsrisiko zu minimieren. Die grundlegende Formel lautet:
Dosis = Patientengewicht (kg) × Dosis pro kg (mg/kg)
Wann wird die gewichtsbasierte Dosierung angewendet?
- Pädiatrische Patienten: Kinder benötigen Dosen, die an ihr geringeres Körpergewicht und ihre unterschiedliche Pharmakokinetik angepasst sind
- Chemotherapeutika: Eine präzise Dosierung ist entscheidend, um Wirksamkeit und Toxizität in Einklang zu bringen
- Antikoagulanzien: Heparin und niedermolekulare Heparine werden oft pro Kilogramm dosiert
- Anästhesie: Viele Anästhetika werden basierend auf dem Körpergewicht titriert
- Notfallmedikamente: Adrenalin, Atropin und andere Intensivmedikamente verwenden gewichtsbasierte Protokolle
Gängige gewichtsbasierte Medikamentendosen
| Medikament | Typische Dosis | Häufigkeit | Max. Tagesdosis |
|---|---|---|---|
| Ibuprofen | 5–10 mg/kg/Dosis | Alle 6–8 h | 40 mg/kg/Tag (max. 2400 mg) |
| Paracetamol | 10–15 mg/kg/Dosis | Alle 4–6 h | 75 mg/kg/Tag (max. 4000 mg) |
| Amoxicillin | 25–50 mg/kg/Tag | Aufgeteilt alle 8–12 h | 3000 mg/Tag |
| Amoxicillin (Hochdosis) | 80–90 mg/kg/Tag | Aufgeteilt alle 12 h | 3000 mg/Tag |
| Azithromycin | 10 mg/kg Tag 1, dann 5 mg/kg | Einmal täglich | 500 mg/Tag |
| Cephalexin | 25–50 mg/kg/Tag | Aufgeteilt alle 6–8 h | 4000 mg/Tag |
| Prednisolon | 1–2 mg/kg/Tag | Ein- oder zweimal täglich | 60 mg/Tag |
| Diphenhydramin | 1–1,5 mg/kg/Dosis | Alle 6–8 h | 5 mg/kg/Tag (max. 300 mg) |
Wichtige Überlegungen für eine sichere Dosierung
Patientenfaktoren
- • Alter und Entwicklungsstadium
- • Nieren- und Leberfunktion
- • Schwangerschaft oder Stillzeit
- • Allergien und Kontraindikationen
- • Tatsächliches vs. ideales Körpergewicht
Medikamentenfaktoren
- • Therapeutischer Index (Sicherheitsspanne)
- • Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
- • Verabreichungsweg
- • Formulierung und Bioverfügbarkeit
- • Maximale Einzel- und Tagesdosen
Besondere Patientengruppen
- • Neugeborene (unreife Organfunktion)
- • Adipöse Patienten (angepasstes Gewicht verwenden)
- • Ältere Patienten (reduzierte Clearance)
- • Niereninsuffizienz (Dosisanpassung)
- • Leberinsuffizienz (Dosisreduktion)
Welches Körpergewicht sollte verwendet werden?
Verschiedene klinische Szenarien erfordern unterschiedliche Gewichtsmaße. Die Verwendung des falschen Gewichtstyps kann zu einer erheblichen Über- oder Unterdosierung führen, insbesondere bei adipösen Patienten.
- Tatsächliches Körpergewicht (TKG): Wird für die meisten Standardmedikamente verwendet und wenn der Patient im normalen Gewichtsbereich liegt
- Ideales Körpergewicht (IKG): Wird für hydrophile (wasserlösliche) Medikamente bei adipösen Patienten verwendet, da sich diese Medikamente nicht gut im Fettgewebe verteilen
- Angepasstes Körpergewicht (AKG): Wird für einige lipophile Medikamente bei adipösen Patienten verwendet — typischerweise berechnet als IKG + 0,4 × (TKG – IKG)
- Fettfreies Körpergewicht (FKG): Bevorzugt für einige Anästhetika und neuromuskuläre Blocker
Referenzen
Die in diesem Rechner verwendeten Dosierungsinformationen basieren auf etablierten medizinischen und pharmakologischen Referenzen:
- Weltgesundheitsorganisation — WHO-Modellformularium für Kinder (2010)
- Amerikanische Akademie für Pädiatrie — Red Book: Bericht des Komitees für Infektionskrankheiten
- U.S. Food & Drug Administration — Arzneimittelsicherheit und -verfügbarkeit
- British National Formulary (BNF) — National Institute for Health and Care Excellence
- Sullivan, J.E. & Farrar, H.C. (2011). Fever and Antipyretic Use in Children. Pediatrics, 127(3), 580–587.
Haftungsausschluss: Dieser Rechner dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken. Er ersetzt nicht das klinische Urteil eines qualifizierten Arztes, Apothekers oder verschreibenden Mediziners. Überprüfen Sie Dosen immer anhand der offiziellen Verschreibungsinformationen, prüfen Sie Höchstdosisgrenzen und berücksichtigen Sie patientenspezifische Faktoren vor der Verabreichung eines Medikaments. Bei Verdacht auf eine Überdosierung kontaktieren Sie sofort Ihre örtliche Giftnotrufzentrale oder den Rettungsdienst.
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