Mittlerer Arterieller Druck Rechner
Berechnen Sie den Mittleren Arteriellen Druck (MAD) aus systolischen und diastolischen Blutdruckwerten.
Der obere Wert einer Blutdruckmessung (normal: ~120 mmHg)
Der untere Wert einer Blutdruckmessung (normal: ~80 mmHg)
Mittlerer Arterieller Druck
mmHg
Pulsdruck
mmHg
Klassifikation
MAD-Bereichsbewertung
Blutdruck-Klassifikation
Was ist der Mittlere Arterielle Druck (MAD)?
Der Mittlere Arterielle Druck (MAD) ist der durchschnittliche Blutdruck in Ihren Arterien während eines Herzzyklus. Im Gegensatz zu einem einfachen Durchschnitt von systolischem und diastolischem Druck berücksichtigt der MAD die Tatsache, dass das Herz etwa zwei Drittel des Herzzyklus in der Diastole (Entspannung) und ein Drittel in der Systole (Kontraktion) verbringt. Dies macht den MAD zu einem gewichteten Durchschnitt, der den Perfusionsdruck, der den lebenswichtigen Organen zugeführt wird, genauer widerspiegelt.
Ärzte verwenden den MAD als Indikator dafür, ob ein ausreichender Blutfluss zur Aufrechterhaltung der Organfunktion vorhanden ist. Ein MAD von mindestens 60 mmHg wird im Allgemeinen als notwendig angesehen, um die Koronararterien, Nieren und das Gehirn zu perfundieren. Werte zwischen 70 und 100 mmHg gelten für die meisten Erwachsenen als normal.
Die MAD-Formel
MAD = DBD + 1/3 (SBD - DBD)
Oder gleichwertig: MAD = (SBD + 2 × DBD) / 3
- SBD (Systolischer Blutdruck): Der Druck während der Herzkontraktion
- DBD (Diastolischer Blutdruck): Der Druck während der Herzentspannung
- Pulsdruck (PD): Die Differenz zwischen SBD und DBD (PD = SBD - DBD)
Klinische MAD-Bereiche
Unter 60 mmHg — Kritisch niedrig
- Unzureichende Organperfusion
- Risiko von Organschäden und Schock
- Kann auf Sepsis, Blutung oder Herzversagen hindeuten
- Erfordert sofortige ärztliche Behandlung
60–70 mmHg — Niedrig
- Grenzwertiger Perfusionsdruck
- Kann Schwindel oder Benommenheit verursachen
- Überwachung empfohlen
- Konsultieren Sie einen Arzt bei Symptomen
70–100 mmHg — Normal
- Ausreichende Organperfusion
- Gesunde kardiovaskuläre Funktion
- Zielbereich in den meisten klinischen Situationen
- Optimal für Gehirn-, Herz- und Nierenfunktion
Über 100 mmHg — Erhöht/Hoch
- Erhöhte kardiovaskuläre Belastung
- Höheres Risiko für Schlaganfall und Herzerkrankungen
- Kann auf Bluthochdruck hindeuten
- Änderungen des Lebensstils oder Medikamente können erforderlich sein
Warum der MAD in der klinischen Praxis wichtig ist
Der MAD ist ein kritischer hämodynamischer Parameter, der in Krankenhäusern, Intensivstationen und in der Notfallmedizin verwendet wird. Während der systolische und diastolische Druck eine Momentaufnahme der Spitzen- und Ruhedrücke liefern, repräsentiert der MAD besser den anhaltenden Druck, der Gewebe und Organe während des gesamten Herzzyklus perfundiert.
Wichtige klinische Anwendungen:
- Überwachung der Organperfusion: Ein MAD unter 60 mmHg kann zu Ischämie in lebenswichtigen Organen wie Gehirn, Herz und Nieren führen
- Sepsis-Management: Die Leitlinien der Surviving Sepsis Campaign empfehlen die Aufrechterhaltung eines MAD ≥ 65 mmHg bei septischen Patienten
- Schädel-Hirn-Trauma: Der zerebrale Perfusionsdruck (CPP) wird unter Verwendung des MAD berechnet, was ihn in der neurologischen Intensivmedizin unverzichtbar macht
- Anästhesie: Der MAD wird überwacht, um eine ausreichende Perfusion während chirurgischer Eingriffe sicherzustellen
- Hypertonie-Bewertung: Ein erhöhter MAD ist ein unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Ereignisse, unabhängig von systolischen oder diastolischen Werten allein
Blutdruck-Kategorien (AHA-Leitlinien)
| Kategorie | Systolisch (mmHg) | Diastolisch (mmHg) |
|---|---|---|
| Normal | Unter 120 | Unter 80 |
| Erhöht | 120–129 | Unter 80 |
| Hypertonie Stufe 1 | 130–139 | 80–89 |
| Hypertonie Stufe 2 | 140 oder höher | 90 oder höher |
| Hypertensive Krise | Höher als 180 | Höher als 120 |
Quelle: American Heart Association (AHA), ACC/AHA Hypertonie-Leitlinien 2017
Referenzen
Die in diesem Rechner verwendeten Formeln und klinischen Daten basieren auf etablierter medizinischer Literatur und Leitlinien:
- American Heart Association — Blutdruckwerte verstehen
- DeMers D, Wachs D. “Physiology, Mean Arterial Pressure.” StatPearls [Internet], 2023
- Sesso HD, et al. “Systolic and diastolic blood pressure, pulse pressure, and mean arterial pressure as predictors of cardiovascular disease risk in men.” Hypertension, 2000
- Magder S. “The meaning of blood pressure.” Critical Care, 2018
- ACC/AHA-Leitlinie 2017 zur Prävention, Erkennung, Bewertung und Behandlung von Bluthochdruck bei Erwachsenen
Hinweis: Dieser Rechner dient nur zu Bildungs- und Informationszwecken. Er ist kein Ersatz für professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Blutdruckwerte können aufgrund vieler Faktoren variieren, darunter Stress, Aktivität, Körperposition und Tageszeit. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt bei medizinischen Fragen zu Ihrem Blutdruck oder Ihrer kardiovaskulären Gesundheit.
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