Dihybrider-Erbgang-Rechner

Berechnen Sie die Genotyp- und Phänotyp-Verhältnisse einer dihybriden Kreuzung (9:3:3:1).

Dieser Rechner modelliert einen Standardkreuzung zwischen zwei heterozygoten Eltern (AaBb × AaBb) für zwei unabhängig verteilte Merkmale. Optional können Sie unten die beiden Merkmale und ihre dominanten/rezessiven Formen benennen.

Merkmalsbezeichnungen (optional)

Merkmal 1 (Gen A)

Merkmal 2 (Gen B)

Kreuzung: AaBb × AaBb (beide Eltern heterozygot für beide Merkmale)

Was ist ein dihybrider Erbgang?

Ein dihybrider Erbgang untersucht die Vererbung von zwei verschiedenen Merkmalen gleichzeitig. Im klassischen Fall sind beide Eltern heterozygot für beide Gene (AaBb × AaBb). Jeder Elternteil bildet vier Arten von Gameten — AB, Ab, aB und ab — in gleichen Anteilen, da sich die beiden Gene unabhängig verteilen. Die Kombination der vier Gameten jedes Elternteils füllt ein 4×4-Punnett-Quadrat mit 16 gleich wahrscheinlichen Nachkommenfeldern.

Dies ist die Kreuzung, mit der Gregor Mendel Samenform und Samenfarbe bei Erbsenpflanzen untersuchte. Runde (R) Samen sind dominant über runzelige (r), und gelbe (Y) Samen sind dominant über grüne (y). Die Kreuzung RrYy × RrYy ergibt das berühmte 9:3:3:1-Phänotypverhältnis bei den Nachkommen.

Das Gesetz der unabhängigen Verteilung

Mendels Gesetz der unabhängigen Verteilung besagt, dass die Allele verschiedener Gene unabhängig voneinander auf die Gameten verteilt werden, sofern die Gene auf verschiedenen Chromosomen liegen (oder weit auseinander auf demselben Chromosom). Die Vererbung der Samenform beeinflusst nicht die Vererbung der Samenfarbe.

Da jedes Gen für sich genommen einem 3:1-Verhältnis folgt, kombinieren sich die beiden Merkmale multiplikativ. Die Wahrscheinlichkeit, beide dominanten Phänotypen zu zeigen, beträgt 3/4 × 3/4 = 9/16, dominant/rezessiv 3/4 × 1/4 = 3/16, rezessiv/dominant 1/4 × 3/4 = 3/16 und beide rezessiv 1/4 × 1/4 = 1/16. Diese vier Brüche sind genau das 9:3:3:1-Verhältnis.

Das 9:3:3:1-Verhältnis verstehen

Das 9:3:3:1-Phänotypverhältnis ist das charakteristische Ergebnis eines dihybriden Erbgangs zwischen zwei Heterozygoten. Von jeweils 16 Nachkommen:

  • 9/16 (56,25%) zeigen beide dominanten Merkmale
  • 3/16 (18,75%) zeigen das erste dominant, das zweite rezessiv
  • 3/16 (18,75%) zeigen das erste rezessiv, das zweite dominant
  • 1/16 (6,25%) zeigen beide rezessiven Merkmale

Die zugehörige Genotypverteilung summiert sich auf 16 Felder und ist vielfältiger: 1 AABB, 2 AABb, 2 AaBB, 4 AaBb, 1 AAbb, 2 Aabb, 1 aaBB, 2 aaBb und 1 aabb — neun verschiedene Genotypen im Verhältnis 1:2:2:4:1:2:1:2:1.

Bildungshinweis: Dieser Dihybrider-Erbgang-Rechner geht von einfacher mendelscher Vererbung mit vollständiger Dominanz und unabhängiger Verteilung zwischen zwei heterozygoten Eltern (AaBb × AaBb) aus. Die reale Vererbung kann Genkopplung, unvollständige Dominanz, Kodominanz, Epistasis und Umwelteinflüsse beinhalten. Die Ergebnisse dienen nur zu Bildungszwecken.