Bindungsenergie-Rechner
Schätzen Sie eine Reaktionsenthalpie aus den Bindungsenergien gebrochener und gebildeter Bindungen.
Energie, die zum Brechen aller Bindungen in den Edukten benötigt wird.
Energie, die bei der Bildung aller Bindungen in den Produkten frei wird.
Reaktionsenthalpie (ΔH)
Berechnungsschritte
Wie Bindungsenergien die Reaktionsenthalpie vorhersagen
Während einer chemischen Reaktion müssen Bindungen in den Edukten gebrochen werden, und in den Produkten bilden sich neue Bindungen. Das Brechen von Bindungen nimmt Energie auf (endotherm), während die Bildung von Bindungen Energie freisetzt (exotherm). Die gesamte Enthalpieänderung der Reaktion ist die Differenz zwischen diesen beiden Beträgen.
ΔH = Σ(gebrochene Bindungen) − Σ(gebildete Bindungen)
- • Gebrochene Bindungen = gesamte Bindungsenergie der Eduktbindungen (kJ/mol)
- • Gebildete Bindungen = gesamte Bindungsenergie der Produktbindungen (kJ/mol)
- • ΔH = Enthalpieänderung der Reaktion (kJ/mol)
Exotherm vs. Endotherm
Das Vorzeichen von ΔH gibt die Richtung des Energieflusses an. Wenn bei der Bildung der Produktbindungen mehr Energie frei wird, als beim Brechen der Eduktbindungen aufgenommen wird, gibt die Reaktion Wärme ab und ΔH ist negativ. Im umgekehrten Fall wird insgesamt Wärme aufgenommen.
Exotherm
ΔH < 0 (gibt Wärme ab)
Endotherm
ΔH > 0 (nimmt Wärme auf)
Hinweis: Bindungsenergien sind über viele Moleküle gemittelte Werte, daher liefert diese Methode eine Schätzung von ΔH und keinen exakten Wert. Sie gilt für Gasphasenreaktionen und berücksichtigt keine Aggregatzustandsänderungen. Für präzise Thermochemie verwenden Sie Standardbildungsenthalpien oder kalorimetrische Daten.